Alle Artikel in: Yogaübungen

Gleichgewichtsstellung Zehenspitzenstand

Gleichgewicht

… wird zu Fortschritt. So lautet die Monatstugend im Mai. Man könnte auch sagen, das Üben des Gleichgewichts führt zur rhythmischen Harmonisierung, indem wir z.B. verschiedene Übungen abwechseln, aufeinander abstimmen und das Lernen damit in einen Aufbau führen. Rudolf Steiner, der das Gleichgewicht als Tugend mit dem Fortschritt in Verbindung gebracht hat, versteht unter Gleichgewicht aber nicht eine langweilige Mitte, sondern eine ausgewogene Vielfalt, eben das Gegenteil von Einseitigkeiten.

Sonnengebet – Hund

Das Sonnengebet

Das Sonnengebet oder der Sonnengruß – in Sanskrit sūrya namaskāra – ist ein Zyklus von sich öffnenden und schließenden Bewegungen, die fließend ineinander übergehen. sūrya heißt Sonne und namaskār „ich grüße“. Es wurde ursprünglich in Indien Richtung Osten, zur aufgehenden Sonne hin ausgeführt, was aber für uns nicht wesentlich ist. Die westliche Bezeichnung Sonnengebet ist deshalb vom Sinn her sehr passend, weil die Übung mehr als nur ein Körpertraining ist. In ihr spiegeln sich die Rhythmen des Lebens zwischen den Polaritäten wieder: Tag und Nacht, Sommer und Winter, Sprießen und Welken … Einatmen und Ausatmen, Öffnen und Schließen, Anspannen und Entspannen usw.